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Die Natur - unsere Flora und Fauna

Gänse Gänse

Löwenzahn Löwenzahn

Ente Sanddorn

Ente Ente

Ente
Reh

Ente
Schwalbennest

Ente Kreuzotter

Dachs Dachs

Wildschwein Wildschwein

Kranich In unserer Umgebung finden Sie Sanddorn, Strandhafer, Eichen, Buchen, Kiefern und viele weitere Pflanzen und Gehölze. Die Boddenlandschaft ist Heimat vieler Tierarten: für Rehe, Hirsche, Schwäne, Reiher, Seeadler, Füchs, Dachse, verschiedene Entenarten und vieles mehr.

Möchte sich allerdings jemand noch umfassender mit der Entstehungsgeschichte und der Natur der Insel Rügen befassen wollen, empfiehlt sich auf jedem Fall ein Besuch im "Nationalpark-Zentrum Königsstuhl" www.koenigsstuhl.com in der Stubbnitz, nur wenige Kilometer von Glowe entfernt.

Die Natur ist in unserer Gegend so vielfältig, daß man das hier nur teilweise oder stark verkürzt behandeln kann und das werden wir nach und nach in Form von Bausteinen erweitern.

Der Landschaftsraum von Glowe im Nordwesten der Halbinsel Jasmund und des nahen Teils der Schaabe (d.i. die Nehrung zwischen den Halbinseln Jasmund und Wittow) ist einer der vielseitigsten Landstriche Rügens, bezogen auf Naturausstattung, Landschaftsgliederung und –differenzierung und Kulturgeschichte.

Er umfaßt neben den vielfältigsten Ufer- und Küstenbereichen und deren unterschiedlichen Lebensräumen für Pflanzen und Tiere auch die unterschiedlichsten geomorphologischen Entwicklungsgebiete mit den dazugehörigen Bodensubstraten. Zu den Küstenbereichen zählen zum einen die sehr jungen Strandwälle entlang der Nehrung Schaabe, welche sich nacheiszeitlich (im Holozän) entwickelt hat, sowie aktive bzw. passive Kliffs (Ufer), aus eiszeitlichen Bodensubstraten bestehend (pleistozän).

Neben den Uferaufschlüssen von Kap Arkona und Mukran zählen die Bereiche zwischen Königshörn und Rügen Radio zu den geologisch interessantesten Zeitzeugen komplexer Vorgänge der letzten Kaltzeit (Weichsel) und sind so immer wieder ein interessantes Exkursionsziel für Geologen.

Boddenseitige Ufer zeichnen sich aus durch breite Verlandungsabschnitte, bestehend seit jüngerer Zeit zum größten Teil aus Schilf mit meist isolierten Restbeständen einstiger Salzgrasgesellschaften. Diese Uferbereiche umfassen Teile des großen Jasmunder Boddens, wie des Spyker- und Mittelsees, welche zum Naturschutzgebiet Spycker-See gehören.

Sie entstanden mit der vor etwas 8000 Jahren einsetzenden Litorina-Transgression (Transgression = Wasseraus-gleich zum salzhaltigen Nordseewasser, Litorina = Muschel, nach der der Vorgang benannt wurde). In diesem Verlauf stieg der Meeresspiegel an. Alle bis knapp unter dem heutigen Meeresspiegel liegenden Flächen wurden überflutet.

Die sich anschließenden Küsten-Ausgleichs-Prozesse durch Anlandungen von Strandwällen im Strömungs-schatten der Inselkerne (Waller Ort, Kegelinberg) führten schließlich zur Bildung der Schaabe zwischen Jasmund und Wittow. Die Schaabe riegelt die Ostsee vom Bodden ab und kann hydrologisch gleichzeitig als Pufferzone zwischen beiden Gewässern gesehen werden.

Der Mittel- und Spycker-See bildeten zunächst eine einheitliche Bucht mit einer Einschnürung durch einen pleistozänen Vorsprung von Südosten.(Daher eventuell der slawische Flurname Slove? Vielleicht auch slawischer Sicherungsposten für die seeseitige Verbindung nach Ralswiek, wo ein sehr frühzeitlicher Hafen nachgewiesen ist?)

Von Glowe nach Spyker sind es ca. 3 km. Durch Hakenbildung und Verlandung der flachen Seen entwickelte sich die Abgrenzung der Seen untereinander und zum Großen Jasmunder Bodden. Alte Flurbezeichnungen zwischen den Seen deuten auf den Verlauf historischer Furten –„Kleine Wedde“ und „Große Wedde“ – und zeigen an, daß die Hakenbildung auch unter Wasser weit fortgeschritten war (Bedingungen für eine Wedde: Fester Boden aus Seesand).

Die Seesandwiesen konnten sich im Zuge der Küstenausgleichsprozesse als letztes Bindeglied in der Schaabe entwickeln. Dadurch, daß sich an dieser Stelle noch die direkte Wasserausgleichsverbindung zwischen Ostsee und Bodden befand sowie wegen der sich daraus ergebenden komplizierten Strömungsbedingungen bildeten sich diese Bereiche erst in sehr junger Zeit.

Es gab mehrere Phasen dieser Entwicklung, die letzte und nachhaltigste fand vor ca. 1000 Jahren statt (Pollenanalysen). Die Seesandwiesen bestehen aus einem System von Strandwällen mit den Riegen (Senken), welches auf Grund seiner geringen Mächtigkeit häufig in historischer Zeit von Hochwassern heimgesucht und modelliert wurde. Dadurch ist es als ein Gemisch aus Seesand und Torf anzusehen.

Es hat sich in den letzten 30 Jahren durch unterschiedliche Nutzung erheblich verändert.Das sich anschließende Naturschutzgebiet „Rote See“ besteht ebenfalls aus einem System von unregelmäßig angeordneten + verlaufenden Strandwällen und Riegen, die mit Torf ausgefüllt sind.

Als besonders breite Riege ist der inzwischen verlandete „Rote See“ anzusehen. Entwicklungsgeschichtlich ist er ebenfalls im Zusammenhang mit den oben beschriebenen Prozessen zu sehen. Diese unterschiedlichen Landschaftsstrukturen gepaart mit einer intensiven Landschaftsveränderung in den letzten 150 Jahren sind die direkten Ursachen für die reichhaltige Naturausstattung, wie sie in dieser Konzentration nur noch an ganz wenigen Stellen Rügen anszutreffen ist.

Avifauna: Glowe spielt ähnlich einem Nadelöhr durch seine Küstennähe, als Sprungbrett über die Schaabe, auch auch durch die Boddenlandschaften eine erhebliche Rolle für den Vogelzug. Das Naturschutzgebiet Spycker See ebenso für die Vogelrast, weniger die Seesandwiesen.Für die unterschiedlichsten Greifvögel, Watvögel, Enten, Gänse und Kraniche sind diese Bereiche ganz wichtige Lebensräume oder Teiletappen auf ihrem Zug.

Brutvogelbereiche: Die Küstenregionen spielen in der modernen Zeit diesbezüglich überhaupt keine Rolle mehr. Diese Brutvogelarten haben zeitweise Ersatzlandschaften gefunden. Z.B. Flußregenpfeifer und Austernfischer während des Maisanbaus in den Seesandwiesen. Andere Arten haben diese Landschaft verlassen. Der Spycker See, die Seesandwiesen und der Rote See bieten den unterschiedlichsten Vogelarten Brutmöglichkeiten.
Nennenswerte Beispiele:Graugänse, Brandgänse, Rotschenkel; Teichrohrsänger, Drosselrohrsänger, Rohrammer, Goldammer, Kiebitz, Singdrossel, Misteldrossel, Wald- und Gartenbaumläufer, Schwarzspecht, Kleinspecht, Buntspecht, Waldschnepfe, Habicht, Mäusebussard

Wild: Es gibt in den Waldstücken und mindestens auf den weitgehend naturbelassenen Freiflächen um Glowe: Rotwild, Schwarzwild, Dachse, Baummarder, Steinmarder, Mauswiesel Fischotter, Füchse und Dachse.

Pflanzen/Gehölze: Salzgrasgesellschaften, darin z.B. Strandaster, Strandwegerich, Trockenrasen mit Grasnelke, Skabiose, Flockenblume, Rohbodenflächen mit Bitterkraut, Sichelmöhre, Ackerhohlzahn, Sanddorn, Schlehe und Wildobstarten.

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