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Störtebeker
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Störtebeker Festspiel in Ralswiek
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Die Sage vom Klaus Störtebeker

(Frei erzählt nach der Ballade von KuBa und anderen Quellen.)

Anmerkung: Die Sage vom starken, gerechten und  warmherzigen Helden, der (oft in der Rolle des "Räubers") von den Reichen nimmt und den Armen gibt oder in der größten Not mit seinen kampferprobten Gesellen kommt und ihnen beisteht, die finden wir in allen Kulturen. Außer dem Trost, den die Kirche spendete, war es gerade in der Zeit der Feudalherrschaft die einzige Hoffnung der einfachen Leute, daß es diesen Störtebeker, Robin Hood, El Cid ... geben könnte, geben sollte, der kommen und ihr schweres Leben erleichtern würde.

Keinen von ihnen hat es sicher mit allen guten Eigenschaften und bestandenen Abenteuern je gegeben. Aber viele wird es gegeben haben, die einen Teil dieser Schicksale mehr oder weniger erfolgreich bewältigten und einige dieser Hoffnungen erfüllten. Und den Klaus Störtebeker, den schätzen wir, weil er unserer ist, in einem Ort unserer Gemeinde geboren sein soll und wir in vielem nachempfinden können, was die Sage über ihn erzählt. Was wir hier über sein Leben erzählen, das kann so oder teilweise so oder alles auch ganz anders gewesen ein.

Die Sage

Klaus wurde irgendwann zwischen 1360 und 1380 im Dorf Ruschvitz geboren. Als junger Mann war er Knecht auf dem Gutshof Ruschvitz. Als er eines Tages von schwerer Arbeit auf den Hof zurückkam, holte ihm seine Liebste, die Trebele, einen Krug Bier, damit er sich erfrischen sollte. Zu ihrem und seinem Unglück vertat sie sich und gab ihm Starkbier.

Das aber war nur für Herren gebraut – die einfachen Leute bekamen nur schwaches Bier. Der Gutsherr Bonte von Putbus und der Vogt kamen hinzu, bemerkten die "Missetat" und befahlen, Klaus und Trebele zu bestrafen. Klaus wurde in den Stock getan und darin von Bonte und dem Vogt verhöhnt. Nach Verbüßung der Strafe wurde ihm der Stock abgenommen.

Gereizt durch die Hohnreden der Herren, zornig ob der erlittenen Strafe und um seine Trebele vor der ihr zugedachten Pein zu bewahren, erschlug Klaus den Bonte und den Vogt mit dem Stockbrett. Zusammen mit Trebele ergriff er auf dem guten Pferd des Bonte die Flucht. Die gelang, weil z.B. die hinterhergehetzten Hunde die beiden einholten, ihnen aber nichts taten, denn Klaus war mit ihnen gut Freund.

Bei Spyker fanden die beiden ein Boot und segelten über den Großen Jasmunder Bodden und bei Wittower Fähre hinaus in den Ostsee. Dort aber sank ihr Boot und sie wären ertrunken, wenn da nicht die Handelskogge "Heilige Genoveva" des Stralsunder Kaufmanns Karsten Sarnow vorbeigekommen wäre.

Der Maat Goedeke Micheel ließ die beiden auffischen und an Bord mit trockener Kleidung versehen. Ihm schwant zwar, daß mit den jungen Leuten etwas nicht stimmt, aber den Schiffer läßt er nichts davon merken, um zu vermeiden, daß der der Sache nachgeht und die beiden nach hansischem Recht ausliefern muß.

In Stralsund angekommen, wird Trebele als Magd in den Haushalt von Sarnows Frau aufgenommen. Klaus aber verblüfft den wackeren Kaufmann und die Besatzung, indem er einen großen Becher Wein, der ihm zum Willkomm angeboten wird, in einem Zug hinunterstürzt. Goedeke Micheel, nach dem Nachnamen des Klaus gefragt, entgegnet verdutzt: "Wie wird er schon heißen – sein Name kann doch nur Störtebeker (stürzt den Becher) sein."

Störtebeker wird in die Besatzung der "Heiligen Genoveva" aufgenommen und lernt unter der wohlwollenden wie strengen Hand des Goedeke Micheel das Seemannshandwerk besser als je ein anderer.

Dann aber werden die Streitereien und Konflikte in einigen Hansestädten (darunter auch Stralsund) zwischen den Patriziern und der plebejischen Bevölkerung sowie zwischen den Hansestädten immer stärker. Zum schlimmen Ende einer solchen Episode soll die Besatzung der "Heiligen Genoveva" als Gefangene an den Rat von Stralsund ausgeliefert werden, weil sie angeblich unter Führung des Karsten Sarnow gegen die Patrizierherrschaft gemeutert hat.

Um einem bösen Schicksal zu entgehen, bemächtigt sich die Besatzung unter Führung von Klaus Störtebeker und Goedeke Micheel des Schiffes, das sie nach Stralsund bringen soll und beschließt, sich als Seeräuber durchzuschlagen.

Weil sie aber auf Betreiben des Klaus Störtebeker alle Beute zu gleichen Teilen unter die Besatzung verteilen, führen sie auch den Namen Likedeeler (Gleichteiler).

Einen Teil dessen, was sie den reichen Kaufherren der Hanse auf See abnehmen, bringen sie den armen Leuten an der mecklenburgischen Küste, die dort zum Teil als Flüchtlinge vor überharter Leibeigenschaft an versteckten Buchten als (Vogel-)Freie leben.

Der Krieg zwischen Mecklenburg und Dänemark um die Herrschaft in der Ostsee verschafft den Leuten um Störtebeker und Micheel für einige Zeit eine andere Arbeit – sie werden Vitalienbrüder.

Sie versorgen das von Mecklenburg besetzte und durch dänische Schiffe blockierte Stockholm mit Lebensmitteln (Viktualien). Zum Beispiel mit dem Laternentrick und der geht so: Gegen Tagesende nähert sich das Schiff der Vitalienbrüder von See her der Sperrkette der Blockadeschiffe und geht außerhalb deren Reichweite vor Anker. Bei Beginn der Dämmerung wird eine Laterne ziemlich weit unten am Schiff aufgehängt. Die Wachen auf den Blockadeschiffen beobachten die ganze Nacht über die Laterne und stellen fest, daß der Blockadebrecher sich nicht rührt. Bei Tagesanbruch ist die Laterne immer noch da, sie hängt jetzt am Mast eines Ruderbootes. Das Schiff der Vitalienbrüder aber ist im Schutze der Dunkelheit an den Blockadeschiffen vorbei in den Hafen gesegelt. So etwas konnten nur außergewöhnlich gute Seeleute. Z.B. Seeräuber, deren Leben ständig davon abhing, auf See die Besseren zu sein.

Aber dann ging der Krieg zwischen Mecklenburg und Dänemark zu Ende, die Vitalienbrüder wurden nicht mehr gebraucht. Die Rückkehr zu Seeräuberei war möglich, aber für die Seeräuber in der Ostsee wurde es sehr eng. Die ehemaligen Kriegsparteien, die vorher die Seeräuber zu eigenem Vorteil gefördert und ausgenutzt hatten, sagten ihnen nun gemeinsam den Kampf an. Gegen die große Zahl von schwerbewaffneten Orlogschiffen konnten die Seeräuber in den engen Gewässern der Ostsee nicht bestehen.

Aber: Es gab neue Arbeit für kampferprobte Männer. Der ostfriesische Häuptling Widzel tom Broke in Marienhafe fand es zunehmend lästig, sich immer wieder der Wahl durch seine Landsleute zu stellen. Die arbeitslosen Seeräuber aus der Ostsee kamen ihm als Söldner gerade recht, um seine Herrschaft auf deren Kraft und Waffen zu stützen. So kam es denn, daß auch ein Teil des ostfriesischen Geschichts- oder Sagen-Bildes den Klaus Störtebeker als große Figur der dortigen überlieferung kennt.

Jedoch der Söldnerdienst für die tom Broke hielt nicht lange an. Nach Widzels Tod begann sein Bruder Keno tom Broke mit den Hamburgern zu verhandeln, denen die Seeräuber in Ostfriesland ein Dorn im Auge waren. Bald wurden sie aus ostfriesischem Dienst entlassen und mußten zu ihrem alten "Handwerk" zurückkehren. Aber, da ihnen der Weg in die Ostsee versperrt war, nunmehr in der Nordsee vor der Tür Hamburgs. Die Hamburger aber konnten Seeräuber vor ihrer Elbemündung nun gar nicht dulden. Sie rüsteten u.a. die "Bunte Kuh" als Kriegsschiff aus und begannen unter der militärischen Führung des listigen Simon von Utrecht einen vernichtenden Kampf gegen die Seeräuber.

Die Besatzung von Störtebekers Schiff, des "Seetiger" geriet durch eine doppelte List in Gefangenschaft. Ein angeblicher Krabbenfischer bat eines Abends, in Lee (windgeschützte Seite) des "Seetiger" seine Suppe kochen zu dürfen. Die Mannen des Störtebeker, kleinen Leuten ohnehin wohlgesonnen, gestatteten das.

Als sich plötzlich die "Bunte Kuh" näherte und der "Seetiger" in Kampfposition gesteuert werden sollte, da merkten die Seeräuber, welche "Suppe" der Fischer gekocht hatte – in den Angeln des Ruders war Blei, der "Seetiger" war manövrierunfähig. In ihrem stürmischen Aufbegehren gegen diesen Nachteil gleich zu Beginn des Kampfes gingen Störtebeker und seine Leute in die zweite Falle: Sie sprangen auf das menschenleere Deck der längsseits gekommenen "Bunten Kuh", aus der Takelage fiel ein Stahlnetz und sie waren gefangen, ohne sich ihrer Haut wehren zu können.

Die "Bunte Kuh" unter Kapitän Nyenkerken brachte sie nach Hamburg und Simon von Utrecht übergab sie mit großen Triumph dem Hamburger Rat. Im Jahre 1410, zu Sankt Feliciani, wurden Klaus Störtebeker und seine Gesellen zum Grasbrook bei Hamburg gebracht, um dort durch den Scharfrichter geköpft zu werden.

Störtebeker erbat eine letzte Gnade: Er wolle als erster geköpft werden und diejenigen von seinen Gefährten, an denen er dann ohne Kopf noch vorbeigehen würde, die sollten ihr Leben behalten.

Hohnlachend gewährten die Hamburger Ratsherren diese Bitte. Doch so will es die Legende:

Klaus Störtebeker stand auf aus seinem Blut, seinen Gefährten noch im Tode treu, und begann an deren Reihe entlang zu gehen - bis der entsetzte Henker ihm einen Knüppel vor die Füße warf.

So wurde Klaus Störtebeker, der gewiß kein Engel, aber auf seine Weise ein Anwalt der Armen war, noch im Tode betrogen.

Lied "Mine Heimat" Störtebeker Sage Sagen Schloß Spycker Die Kreide von Rügen Der Schulpatron Der Hünergott und Blumentopf Der Name "Tromper Wiek
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